10 Jahre Naturpark Mürzer Oberland

Montanrundweg Altenberger Erzberg - Themenweg des Jahres 2014

Bergknappen vor dem Grubenhaus 1891

Schon die Kelten und die Römer sollen die Eisenerzlagerstätten in Altenberg gekannt und genutzt haben. Die erste schriftliche Kunde über den Eisenerzabbau stammt aus dem Jahre 1492. Aus dieser Zeit dürften die Pingenfelder am Bohnkogel und am Altenberger Erzberg stammen. Um das Jahr 1770 wurden die ersten Stollen angeschlagen und damit begonnen, unterirdisch das Erz abzubauen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Altenberger Bergbaubetrieb zum bedeutendsten des oberen Mürztales. Die Zahl der im Bergwerk Beschäftigten stieg auf bis zu 182 und die Bevölkerungszahl auf 857.

 

Nach der Stilllegung des Hochofenbetriebes in Neuberg wurde 1893 auch das Bergwerk in Altenberg aufgelassen - „Als wir zum schönsten Erz kamen“, bedauerten die letzten Knappen.

 

Der 2011 errichtete „Montanrundweg“ führt zu den einstigen Stätten des Bergbaues am Altenberger Erzberg.  Auf etwa zwei Kilometern Länge kann man „den Spuren des Altenberger Bergwerks“ zu verschiedenen Relikten (Häusern, Halden, Stollen, Pingen) des seinerzeitigen Bergwerksbetriebes folgen.

 

Den Anfang (Station 1) bildet die „Signalschale“ beim Groschenlochbrunnen am Dorfplatz. Dort kann aus einem Plexiglasbehälter ein Folder mit Wegskizze und Beschreibung der einzelnen Stationen entnommen werden. Station zwei bildet der große Erzbrocken am Kriegerdenkmal, der 1878 im Rahmen einer Weltausstellung in Paris ausgestellt werden hätte sollen. Dann geht es über mehrere Stationen weiter ins Knappendorf. Über eine neu errichtete Brücke kann man einen Abstecher auf die „Schaller-Halde“ machen. Ein Blick durch die dort aufgestellte Fernrohrattrappe zeigt, wie das Knappendorf zur Bergwerkszeit um 1890 ausgesehen hat. Weiter geht es zum Grubenhaus, zu ehemaligen Knappenwohnhäusern und schließlich über den Altenberger Erzberg zurück zum Ausgangspunkt.

 

Der Weg kann ganzjährig mit Hilfe des Folders allein oder mit Führung begangen werden.

 

Nähere Informationen erhalten Sie im Naturparkbüro (Tel.: 03857/8321).

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