Naturpark Projekte
Projekt Almpflege
„Erhaltung, Verbesserung und Pflege der Almgebiete im Naturpark Mürzer Oberland“
Projektgebiet sind die Mittel- und Hochgebirgsbereiche im Naturpark Mürzer Oberland mit den Almgebieten von Rax, Schneealpe und Naßköhr. Acht Alm- bzw. Weidegemeinschaften sind am Projekt beteiligt: Schneealm, Falkenstein, Lachalm, Großbodenalm, Ameisbühel, Hinteralm, Waxenegg und Raxalm.
Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Bewirtschaftung von artenreichen Magerweiden auf den Almen des Naturparks Mürzer Oberland.
Da die Verbuschung der Almgebiete durch Latschen und Fichten zu einem zunehmenden Problem wird, soll das Zuwachsen mit Hilfe von Schwendarbeiten verhindert werden. Auf einigen Teilflächen ist auch ein Entsteinen notwendig, damit sich wertvolle Kalkmagerrasen wieder ausbreiten können. Eine ausreichende Bestoßung der Almen mit Weidevieh soll die Maßnahmen zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft unterstützen.
Für eine zeitgemäße, nachhaltige Almwirtschaft ist auch die Wasserver- und Abwasserentsorgung ein zentraler Punkt. Damit Wasser in entsprechender Menge und Qualität für Weidetiere und Almpersonal gesichert ist, sind Maßnahmen wie z.B. Quellfassungen, Wasseraufbereitungsanlagen und Pumpanlagen notwendig. Weiters sind bauliche Verbesserungsmaßnahmen bei den Almgebäuden (z.B. Photovoltaik, elektrische Installationen, Verschalungen, Dächer) und die Errichtung von neuen Abzäunungen im Projekt enthalten.
Invasive Neophyten

- Drüsiges Springkraut
Was sind Neophyten?
Neophyten sind Pflanzen, die vom Menschen beabsichtigt (Zier- und Nutzpflanzen) oder unbeabsichtigt (verunreinigtes Saatgut, Waren, Verkehrsmittel) eingeführt werden.
Was ist das Problem?
Manche dieser Pflanzen verbreiten sich so stark, dass sie einheimische Arten verdrängen und sogar zum Verschwinden bringen können. Dies hat negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und auf das ökologische Gleichgewicht, es kommt beispielsweise zu Schwierigkeiten für Tiere, die auf spezielle Pflanzen angewiesen sind, oder zu gesundheitlichen Problemen für Menschen durch Allergien (Beifußblättrige Ambrosie) oder Hautreizungen bei Kontakt (Riesen Bärenklau). Durch verursachte Schäden in der Landwirtschaft werden Neophyten auch zum ökonomischen Problem.
Was soll getan werden?
Gemeinsam mit Berg- und Naturwacht, der Rudolf Steiner Landschule Schönau und den Österreichischen Bundesforsten, ist der Naturparkverein aktiv bei der Bekämpfung von Neophyten:
- Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung
- Bestandsaufnahme von Neophyten-Standorten im Naturpark (Schulprojekt)
- Ausreißen oder Mahd in Zusammenarbeit mit den Gemeinden
- Jährlicher Aktionstag mit Beteiligung der Bevölkerung
Helfen Sie mit bei der Bekämpfung der invasiven Neophyten!
Nähere Infos zu Erkennung und Bekämpfung der betreffenden Pflanzen und wie Sie helfen können, erhalten Sie im Naturparkbüro, Tel.: 03857/8321, info@muerzeroberland.at
Neophyten - Aktionen 2012
Gemeinsam mit der Berg- und Naturwacht, der Rudolf Steiner Landschule Schönau und den Österreichischen Bundesforsten widmet sich der Naturparkverein aktiv der Bekämpfung von Invasiven Neophyten:
Naturpark-Arbeiter:
Im Sommer 2012 wurde ein zweiter Naturparkarbeiter zum Mähen von Springkraut, Riesenbärenklau und Staudenknöterich aufgenommen. Trotzdem ist es ohne die aktive Mithilfe der Grundbesitzer, Landwirte, Gemeindearbeiter,... auf Dauer sicher nicht möglich, die Ausbreitung der Pflanzen zu verhindern.
Schulprojekt:
Bestandsaufnahme der Neophyten-Standorte
Nachdem SchülerInnen der Rudolf Steiner Landschule Schönau im Vorjahr in Neuberg/Mürz vermessen und kartiert hatten, waren sie von 10.-16. Mai 2012 in Mürzsteg unterwegs. Riesenbärenklau, Drüsiges Springkraut und Staudenknöterich wurden in den Bereichen hinter dem Appelhof, entlang der Mürz und in Lanau erfasst, vermessen und in Karten eingezeichnet. Diese Arbeiten dienen als Grundlage zum Mähen, bieten aber auch Vergleichswerte für die Entwicklung in den nächsten Jahren und über die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen.
Infoabend "Invasive Neophyten"
In Kooperation mit Naturpark Akademie Steiermark, fand am 27. Juni ein Informationsabend beim Teichwirt Urani statt. Die beiden Referentinnen, Frau Dr. Andrea Krapf vom Land Steiermark, FA13C Naturschutz und Frau Dr. Grabriele Leitner, Steiermärkische Berg- und Naturwacht, sind DIE Expertinnen zum Thema und konnten mit ihren Vorträgen und Beispielen aus der Praxis umfassend informieren.
Wir freuen uns über die zahlreiche Teilnahme und den angeregten Meinungsaustauch!
Aktionstag in den Naturpark-Gemeinden
Der jährliche Aktionstag gemeinsam mit Berg- und Naturwacht und der Bevölkerung der vier Naturpark-Gemeinden fand am Samstag, den 14.Juli statt. Treffpunkt war um 8 Uhr bei den Gemeindeämtern Altenberg/Rax, Kapellen, Neuberg/Mürz und Mürzsteg.
Vielen Dank allen engagierten HelferInnen!
Nähere Infos zu Erkennung und Bekämpfung der betreffenden Pflanzen und wie Sie helfen können, erhalten Sie im Naturparkbüro, Tel.: 03857/8321, info@muerzeroberland.at
Naturlabor Altenberg/Rax im Naturpark Mürzer Oberland
Die Naturpark-Gemeinde Altenberg/Rax arbeitet gemeinsam mit den übrigen drei Gemeinden des Naturparks Mürzer Oberland an dem Projekt "Naturlabor Altenberg/Rax im Naturpark Mürzer Oberland".
Projektpartner sind die Universität für Bodenkultur in Wien, das Institut für Geographie und Raumforschung der Karl-Franzens-Universität Graz und der Verein Herausforderung Wasser.
Schwerpunkte des Projektes sind Lehre und Forschung, die Erprobung von innovativen Verbauten und Schutzanlagen.
Die Gefährdung durch Lawinen und Wasser soll von den Studierenden vor Ort erforscht werden und auch auf den touristischen Aspekt wird verwiesen.
Waldtagung - Waldprojekt
Zum Endbericht im Projekt "Modellregion für Nachhaltige Waldbewirtschaftung im Naturpark Mürzer Oberland"
(17,5 MB)
Am 6. und 7. Oktober 2011 fand im Festsaal des Stiftes in Neuberg an der Mürz eine Tagung mit Exkursion zum Thema
"Nachhaltige Waldbewirtschaftung - Herausforderungen für die Zukunft im Bereich Biodiversität, Klimawandel und Naturtourismus"
statt, die den Abschluss eines Projektes zur Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft bildet, das in den letzten drei Jahren im Naturpark Mürzer Oberland durchgeführt wurde.
Mit Partnern wie dem Bundesforschungsinstitut für Wald (BFW), der Universität für Bodenkultur (BOKU) und Herrn Dr. Josef Spörk wurde auf Basis der vier Säulen des Naturparkgedankens Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung sowie der Paneuropäischen Nachhaltigkeitskriterien das Thema nachhaltige Waldbewirtschaftung bearbeitet.
Gleichzeitig wurden in einem partizipativen Prozess mit Waldbesitzern, Forstmanagement, Bürgern, Naturpark, Tourismusvertretern und Jägern Strategien für die Zukunft erstellt. Für dieses Projekt wurden Naturschutz- und sozioökonomische Aspekte beleuchtet, welche schließlich in die Praxis umgesetzt werden sollen.
Der Naturpark Mürzer Oberland möchte sich damit als Modellregion der nachhaltigen Waldwirtschaft etablieren.
Der Naturparktaler - eine "regionale Währung" für den Naturpark Mürzer Oberland
Ab sofort gibt es in unserem Naturpark eine regionale Währung: den Naturparktaler!
Der Taler, der je Stück einem Wert von EUR 10,- entspricht, ist eine originelle Geschenksidee und kann bei vielen Gewerbebetrieben in unserer Naturparkregion eingelöst werden.
Das Ziel dieser regionalen Währung ist es, eine möglichst hohe Wertschöpfung in unserer Region zu halten und so nachhaltig auch unsere Betriebe zu stärken.
Beim Kauf von 10 Naturparktalern erhält man ein praktisches Filztäschchen von der Spinnrunde Kapellen zur Aufbewahrung dazu. Gleichzeitig hat man damit eine attraktive Geschenksverpackung.
Als zentrale Verrechnungsstelle dient das Naturparkbüro. Dort können die Naturparktaler sowohl gekauft, als auch von den einzelnen Betrieben wieder in "echtes Geld" zurückgewechselt werden.
In folgenden Betrieben kann der Naturparktaler eingelöst werden.
















