10 Jahre Naturpark Mürzer Oberland

Naturpark Projekte


Naturvermittlung für Naturpark-Partner

Betriebsbegehung c OIKOS

„Wenn Vermieter & Gäste lustvoll ins Gras beißen…"

 


Transregionale Zusammenarbeit zur Bewusstseinsbildung und Angebotsentwicklung für zertifizierte Naturpark-PartnerInnen (Nächtigungsbetriebe) zum Thema Biodiversität im direkten naturräumlichen Betriebs-Umfeld in den sieben steirischen Naturparken Mürzer Oberland, Almenland, Steirische Eisenwurzen, Pöllauer Tal, Sölktäler, Südsteirisches Weinland und Zirbitzkogel–Grebenzen.


Ausgangslage:
Seit 2009 wurden in einem regionalen und steiermarkweiten Entwicklungsprozess rund 100 Hotels, Pensionen, Urlaub am Bauernhof-Betriebe und Privatzimmer-Vermieter zu Botschaftern der Naturpark-Philosophie qualifiziert.

Während jedoch anfangs der Focus dieser Gruppenarbeit vor allem im Bereich der Qualitätsentwicklung von Zimmerausstattung inkl. Frühstück, Naturpark-Kenntnisse und Marketing lag, zeigte sich immer stärker, dass eine enge Identifikation der Nächtigungsbetriebe mit ihrem direkten naturräumlichen Betriebsumfeld erforderlich ist. Nur so können sie als „Naturpark-BotschafterInnen“ auch entsprechende „Natur-Inhalte“ transportieren. Die Ausgangssituationen sind dabei sehr unterschiedlich.

Zielsetzungen und Inhalte:

 - Qualifizierung, Sensibilisierung und Erfahrungsaustausch zum Thema Schutz und Entwicklung von Biodiversität für die Angebotsgruppe der Naturpark-PartnerInnen, 7 Naturpark-Managements und NaturführerInnen durch externe ExpertInnen über das Instrument der Naturvermittlung.
 - Schaffung von Wertschöpfung durch Inwertsetzung der naturräumlichen Ressourcen im unmittelbaren Betriebsumfeld der Naturpark-PartnerInnen.

 


Folgende Themen stehen im Mittelpunkt des Projektes:
Integration von landschaftlichen & ökologischen Besonderheiten in die Vermietung ● Produkte von „Streuobst- und Naturschutzwiesen“ / incl. Natura 2000 – brachliegende Ressourcen in Wert setzen ● „Biodiversität“ als neues betriebliches Know-How - Biodiversität „in den Betrieb holen“ ● Naturvermittlung: Naturpark- Partner-Betriebe, Natur- und LandschaftsführerInnen & Naturpark-Managements bekommen neues Wissen & Fähigkeiten (Transaktionsnutzen) ● Partnerschaft LandwirtInnen/VermieterInnen & Naturschutz: bewusstes Miteinander in einer Angebotsgruppe ● Innovation, Diversifizierung & Sicherung von Arbeitsplätzen: Entwicklung neuer Angebote durch Diversifizierung des betrieblichen Angebotes und Generierung zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten.

Konkrete Maßnahmen: • 1. Betriebsbesuch (Modul 1: Erhebung): Begehung/Erhebung am Betrieb/Naturumfeld (Naturpark-PartnerInnen, externer ExpertInnen (BiologIn, NaturvermittlerIn), Beiziehung NULF, NUP-Management), anschl. Nachbearbeitung und Datenerfassung (auf Basis erarbeiteter Projektstandards)
• Beschreibung des individuellen Naturraum-Potenzials (+ Fotodokumentation), Erstellung und Bereitstellung regionsspezifischer bzw. NUP-spezifisch aufbereiteter naturpädagogischer Grundlagen, Ausarbeitung von Umsetzungsmaßnahmen für die einzelnen Partnerbetriebe in Form eines Ideenkataloges (Beiziehung Marketing-ExpertIn)
• 2. Betriebsbesuch (Modul 2: Ideenkatalog): Vorstellung des Ideenkataloges durch ExpertInnen, Beiziehung NULF, NUP-Management; erneute gezielte Begehung des Umfeldes & Einschulung der NULF; Aufzeigen des naturtouristischen Potentials; Erstellung "Bedarfsliste" für künftige Qualifizierung; Übergabe an den NULF; anschl. Nachbereitung Projektdatenbank /Arbeitsunterlagen/Textbausteine/ Endversion Ideenkatalog
• Begleitende Schulungen/Seminare/Workshops zu Themen wie Ökologische Landwirtschaft; Frühstück biodivers, Wetter, Pflanzen & Tiere im Hausumfeld; Heil- und Giftpflanzen; Kochen mit Wildgemüse; Streuobst; Naturvermittlung u.a.m
• Aufbereitung & Präsentation der Projektinhalte für Betriebsseiten, Naturparkseiten, www.steiermark.com/naturparke (gemeinsamer Auftritt aller Steirischer Naturpark-Partner) und www.naturparke-steiermark.at
• Beistellung Naturvermittlungs-Instrumentarium  für Naturpark-Partner-Betriebe (zB. Phänologischer Jahreslauf, Bestimmungsschlüssel, Literatur, Spiele)

 

Projektträger
Verein „Naturparke Steiermark“
Adresse: Stadlob 129, 8812 Mariahof
Tel. Nr. +43/664/8321337
E-Mail: naturparke@steiermark.com
www.naturparke-steiermark.at;
Ansprechpartner: Bernhard Stejskal, Geschäftsführer



Invasive Neophyten

Drüsiges Springkraut

Was sind Neophyten?


Neophyten sind Pflanzen, die vom Menschen beabsichtigt (Zier- und Nutzpflanzen) oder unbeabsichtigt (verunreinigtes Saatgut, Waren, Verkehrsmittel) eingeführt werden.

 

Was ist das Problem?

Manche dieser Pflanzen verbreiten sich so stark, dass sie einheimische Arten verdrängen und sogar zum Verschwinden bringen können. Dies hat negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und auf das ökologische Gleichgewicht, es kommt beispielsweise zu Schwierigkeiten für Tiere, die auf spezielle Pflanzen angewiesen sind, oder zu gesundheitlichen Problemen für Menschen durch Allergien (Beifußblättrige Ambrosie) oder Hautreizungen bei Kontakt (Riesen Bärenklau). Durch verursachte Schäden in der Landwirtschaft werden Neophyten auch zum ökonomischen Problem.

 

Was soll getan werden?

Gemeinsam mit Berg- und Naturwacht, der Rudolf Steiner Landschule Schönau und den Österreichischen Bundesforsten, ist der Naturparkverein aktiv bei der Bekämpfung von Neophyten:


Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung
Bestandsaufnahme von Neophyten-Standorten im Naturpark (Schulprojekt)
- Ausreißen oder Mahd in Zusammenarbeit mit den Gemeinden
Jährlicher Aktionstag mit Beteiligung der Bevölkerung

 

Helfen Sie mit bei der Bekämpfung der invasiven Neophyten!

 

Nähere Infos zu Erkennung und Bekämpfung der betreffenden Pflanzen und wie Sie helfen können, erhalten Sie im Naturparkbüro, Tel.: 03857/8321, info@muerzeroberland.at



Neophyten - Aktionen 2014

Naturparkarbeiter W.Lammer mit Riesenbärenklau
Riesenbärenklau

Gemeinsam mit der Berg- und Naturwacht, der Rudolf Steiner Landschule Schönau und den Österreichischen Bundesforsten widmet sich der Naturparkverein aktiv der Bekämpfung von Invasiven Neophyten:

 

Naturpark-Arbeiter:

Auch im Sommer 2014 wird zusätzlich eine Naturparkarbeiterin zum Mähen von Springkraut, Riesenbärenklau und Staudenknöterich aufgenommen. Trotzdem ist es ohne die aktive Mithilfe der Grundbesitzer, Landwirte, Gemeindearbeiter,... auf Dauer sicher nicht möglich, die Ausbreitung der Pflanzen zu verhindern.

 

Schulprojekt:

Bestandsaufnahme der Neophyten-Standorte

Im Mai 2014 waren die SchülerInnen der Rudolf Steiner Landschule Schönau in Altenberg an der Rax unterwegs. Riesenbärenklau, Drüsiges Springkraut und Staudenknöterich wurden hauptsächlich in den Bereichen entlang der Bäche erfasst, vermessen und in Karten eingezeichnet. Diese Arbeiten dienen als Grundlage zum Mähen, bieten aber auch Vergleichswerte für die Entwicklung in den nächsten Jahren und über die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen.



Aktionstag in den Naturpark-Gemeinden

Der jährliche Aktionstag gemeinsam mit Berg- und Naturwacht und der Bevölkerung der vier Naturpark-Gemeinden fand am Samstag, den 5. Juli 2014 statt. Treffpunkt ist um 8 Uhr bei den Gemeindeämtern Altenberg/Rax, Kapellen, Neuberg/Mürz und Mürzsteg.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie bei der Bekämpfung dieser Pflanzen mithelfen würden!

 

 

Nähere Infos zu Erkennung und Bekämpfung der betreffenden Pflanzen und wie Sie helfen können, erhalten Sie im Naturparkbüro, Tel.: 03857/8321, info@muerzeroberland.at



Projekt Almpflege

Almprojekt im Naturpark Mürzer Oberland

„Erhaltung, Verbesserung und Pflege der Almgebiete im Naturpark Mürzer Oberland“


Projektgebiet sind die Mittel- und Hochgebirgsbereiche im Naturpark Mürzer Oberland mit den Almgebieten von Rax, Schneealpe und Naßköhr. Acht Alm- bzw. Weidegemeinschaften sind am Projekt beteiligt: Schneealm, Falkenstein, Lachalm, Großbodenalm, Ameisbühel, Hinteralm, Waxenegg und Raxalm.

 

Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Bewirtschaftung von artenreichen Magerweiden auf den Almen des Naturparks Mürzer Oberland.

 

Da die Verbuschung der Almgebiete durch Latschen und Fichten zu einem zunehmenden Problem wird, soll das Zuwachsen mit Hilfe von Schwendarbeiten verhindert werden. Auf einigen Teilflächen ist auch ein Entsteinen notwendig, damit sich wertvolle Kalkmagerrasen wieder ausbreiten können. Eine ausreichende Bestoßung der Almen mit Weidevieh soll die Maßnahmen zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft unterstützen.

 

Für eine zeitgemäße, nachhaltige Almwirtschaft ist auch die Wasserver- und Abwasserentsorgung ein zentraler Punkt. Damit Wasser in entsprechender Menge und Qualität für Weidetiere und Almpersonal gesichert ist, sind Maßnahmen wie z.B. Quellfassungen, Wasseraufbereitungsanlagen und Pumpanlagen notwendig. Weiters sind bauliche Verbesserungsmaßnahmen bei den Almgebäuden (z.B. Photovoltaik, elektrische Installationen, Verschalungen, Dächer) und die Errichtung von neuen Abzäunungen im Projekt enthalten.

 


Naturlabor Altenberg/Rax im Naturpark Mürzer Oberland

Altenberg/Rax

Die Naturpark-Gemeinde Altenberg/Rax arbeitet gemeinsam mit den übrigen drei Gemeinden des Naturparks Mürzer Oberland  an dem Projekt "Naturlabor Altenberg/Rax im Naturpark Mürzer Oberland".

 

Projektpartner sind die Universität für Bodenkultur in Wien, das Institut für Geographie und Raumforschung der Karl-Franzens-Universität Graz und der Verein Herausforderung Wasser.

Schwerpunkte des Projektes sind Lehre und Forschung, die Erprobung von innovativen Verbauten und Schutzanlagen.

Die Gefährdung durch Lawinen und Wasser soll von den Studierenden vor Ort erforscht werden und auch auf den touristischen Aspekt wird verwiesen.

 

Das Naturlabor Altenberg/Rax organisiert auch laufend interessante Veranstaltungen, die sehr gut besucht werden, wie z.B. das Bokumobil, das am 25. September 2014 in Neuberg/Mürz Halt gemacht hat. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Naturlabor Altenberg/Rax

8691 Altenberg 12

Frau Désirée Supanz

Tel.: 03857/2210-7

office@naturlabor-altenberg.com

 



Waldtagung - Waldprojekt

Endbericht

Zum Endbericht im Projekt "Modellregion für Nachhaltige Waldbewirtschaftung im Naturpark Mürzer Oberland"

(17,5 MB)

 

Am 6. und 7. Oktober 2011 fand im Festsaal des Stiftes in Neuberg an der Mürz eine Tagung mit Exkursion zum Thema

 

"Nachhaltige Waldbewirtschaftung - Herausforderungen für die Zukunft im Bereich Biodiversität, Klimawandel und Naturtourismus"

statt, die den Abschluss eines Projektes zur Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft bildet, das in den letzten drei Jahren im Naturpark Mürzer Oberland durchgeführt wurde.

 

Mit Partnern wie dem Bundesforschungsinstitut für Wald (BFW), der Universität für Bodenkultur (BOKU) und Herrn Dr. Josef Spörk wurde auf Basis der vier Säulen des Naturparkgedankens Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung sowie der Paneuropäischen Nachhaltigkeitskriterien das Thema nachhaltige Waldbewirtschaftung bearbeitet.

 Gleichzeitig wurden in einem partizipativen Prozess mit Waldbesitzern, Forstmanagement, Bürgern, Naturpark, Tourismusvertretern und Jägern Strategien für die Zukunft erstellt. Für dieses Projekt wurden Naturschutz- und sozioökonomische Aspekte beleuchtet, welche schließlich in die Praxis umgesetzt werden sollen.

 Der Naturpark Mürzer Oberland möchte sich damit als Modellregion der nachhaltigen Waldwirtschaft etablieren.

 

 


Der Naturparktaler - eine "regionale Währung" für den Naturpark Mürzer Oberland

Naturparktaler

Ab sofort gibt es in unserem Naturpark eine regionale Währung: den Naturparktaler!

Der Taler, der je Stück einem Wert von EUR 10,- entspricht, ist eine originelle Geschenksidee und kann bei vielen Gewerbebetrieben in unserer Naturparkregion eingelöst werden.

 

Das Ziel dieser regionalen Währung ist es, eine möglichst hohe Wertschöpfung in unserer Region zu halten und so nachhaltig auch unsere Betriebe zu stärken.

 

Beim Kauf von 10 Naturparktalern erhält man ein praktisches Filztäschchen von der Spinnrunde Kapellen zur Aufbewahrung dazu. Gleichzeitig hat man damit eine attraktive Geschenksverpackung.

 

Als zentrale Verrechnungsstelle dient das Naturparkbüro. Dort können die Naturparktaler sowohl gekauft, als auch von den einzelnen Betrieben wieder in "echtes Geld" zurückgewechselt werden.

 

 

In folgenden Betrieben kann der Naturparktaler eingelöst werden.


Naturparkakademie   Naturparke Steiermark   Naturparke   Tourismusverband Hochsteiermark   Tourismus Steiermark   Naturlabor Altenberg/Rax    
© Naturparkverein und Tourismusverband
Mürzer Oberland

Hauptplatz 9, A-8692 Neuberg an der Mürz
Tel. und Fax: +43 (0)3857-8321
E-Mail: info@muerzeroberland.at