10 Jahre Naturpark Mürzer Oberland

Im Naturpark Mürzer Oberland gibt es vier Naturparkschulen:


Volksschule Mürzsteg

 

Volksschule Neuberg/Mürz

 

Viktor Kaplan Hauptschule Neuberg/Mürz

 

Volksschule Altenberg/Rax



Tag der Biodiversität 2012


Thema: Biodiversität des Meeres und der Küsten


Der Tag der Biodiversität am 22. Mai 2012 wurde im Naturpark Mürzer Oberland mit den vier Naturparkschulen in der Volks- und Hauptschule Neuberg/Mürz begangen.


Das ganze Schulhaus war zum Thema dekoriert: Fische, Muscheln, Zeichnungen, Meeresbilder und Skulpturen, die im Zeichen- und Werkunterricht gefertigt wurden, stimmten auf das Thema „Biodiversität des Meeres und der Küsten" ein.


Für die Kinder der 1. und 2. Klasse Volksschule gab es ein Schätzspiel, bei dem erraten werden musste, wie viele Goldfischli sich in einem Glas befanden. Es waren exakt 44. Die fünf SchülerInnen, die am besten geschätzt haben, erhielten einen Preis.

 

Für die SchülerInnen aller drei Naturpark-Volksschulen gab es ein Wissensquiz, bei dem knifflige Fragen zum Thema Meere und Gewässer zu beantworten waren. Viele konnten den Quizbogen völlig richtig ausfüllen und nahmen an einer Verlosung von Preisen, darunter Tageskarten vom Schigebiet Niederalpl, Wasserfarben, Legospiele, Naturpark-USB sticks und vieles mehr, teil.


Für alle SchülerInnen der Volks- und Hauptschulen wurden Spiele angeboten: Wassertragen und ein Fischfangspiel mit Naturparkführerin Renate Dobrovolny, wobei es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Geschicklichkeit ging und ganz nebenbei viel Wissenswertes zum Umgang mit der Ressource Wasser vermittelt wurde. Ein Wasser-Geräuschespiel, das Irene Taberhofer und Elisabeth Filzwieser vom Naturparkteam betreuten, wurde in Teams gespielt, die verschiedene Geräusche, von der Meeresbrandung über das Plätschern eines Baches, eine Klospülung, bis zum Gurgeln beim Zähneputzen, richtig zuordnen mussten.


Herausragend waren die Präsentationen der Hauptschule Neuberg/Mürz. Sämtliche Klassen haben sich im Vorfeld umfassend mit dem Thema Meere und Küsten auseinandergesetzt und viele, viele hochinteressante Beiträge, Plakate und Präsentationen erarbeitet. Anbei eine Übersicht der Themenvielfalt und ein RIESENGROSSES DANKESCHÖN an alle SchülerInnen und LehrerInnen für Ihr Engagement!!!


Die 1. Klasse Hauptschule begeisterte alle Gruppen mit ihrem Erzähltheater, einem so genannten Kamishibai. Die Geschichten „Regenbogenfisch, komm hilf mir!" und „Odysseus und Polyphem" wurden von der 1. Klasse vorgetragen, die auch die Szenenbilder wunderbar gestaltet hatte. Das „Theater", in dem die Szenenbilder immer wieder gewechselt wurden, wurde von der 3.a Klasse der Hauptschule im Werkunterricht hergestellt!


Die SchülerInnen der 2. Klasse Hauptschule präsentierten das Thema „Woher kommen unsere Speisefische", indem sie die Vorkommen von Lachs, Thunfisch,
Sardinen uns Co. veranschaulichten. Eine Gegenüberstellung Küstenfischerei – Hochseefischerei erklärte unter anderem die Problematik der Überfischung unserer Meere – und die SchülerInnen konnten auch erklären, welche Kennzeichnungen auf Verpackungen handelsüblicher Speisefische darauf hinweisen, dass es sich um nachhaltig gefangenen Fisch handelt.



Ein weiterer Schwerpunkt war dem weltweiten Trinkwasserverbrauch gewidmet, bei uns heimische Fischarten und Gewässer wurden erläutert. Verschiedene Küsten wurden dargestellt, Muscheln und sogar Meeressand „aus (beinahe) aller Herren Meere" gab es zu bestaunen.


Thematisch passende Sprichwörter und Zitate waren zum Schmökern aufgelegt, ein besonders schönes stammt von Antoine de Saint-Exupéry: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer."


Die 3. Klasse Hauptschule widmete sich den aktuellen Themen Bionik (= Biologie + Technik) und stellte Elektroortung, Wal, Hai, Delfin und Kofferfisch vor. Wir erfuhren, dass die Haut der Haie eigentlich nicht aus Schuppen, sondern aus Zähnen besteht und als Vorlage für Schwimmanzüge der Leistungsschwimmer dient, dass der Nahrungsbedarf der Wale täglich eine Tonne(!) beträgt, und dass Mercedes sein Bionic-Car nach Vorbild des weniger bekannten Kofferfischs entwickelte, weil dieser trotz seines quaderförmigen, klobigen Rumpfes extrem strömungsgünstig geformt ist. Die Informationen zum Leben der Wale und Delfine wurden in einem Rätselbogen überprüft – und auch auf die Gefahren, die Lärm, Verschmutzung oder Klimawandel für Wale und Delfine bedeuten, wurde hingewiesen.


Die 4. Klasse Hauptschule beeindruckte mit einer perfekt gestalteten Präsentation über die Entstehung von Tsunamis, sowie deren Auswirkungen und den möglichen Schutz der Küsten durch intakte Korallenriffe. Die weltweit unterschiedlichen Korallenriffe aller Küsten wurden vorgestellt, Wissenswertes unter Anderem zum Roten Meer oder zum Great Barriere Riff wurde vermittelt. Anhand von Plakaten wurde die Lebensweise der Korallen, Probleme und Bedrohungen und auch Rettungs- bzw. Renaturierungsprojekte vorgestellt.

 

Bereits im April war Frau Lisa Begeré, eine Mitarbeiterin von Greenpeace Österreich zu Besuch in der Hauptschule Neuberg/Mürz, die mit den SchülerInnen der 1. und 2. Klasse einen workshop zum Thema „Meere und Küsten" abhielt. In diesem Sinne passt auch die alte indianische Prophezeiung, die seit vielen Jahren bekannter Leitspruch von Greenpeace ist, sehr gut hierher:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."

 

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