Naturpark Mürzer Oberland

Bergwerksmuseum Montanarum

Das Museum

Das Montanarum präsentiert Objekte aus der Altenberger Bergwerksvergangenheit des 18. und 19. Jahrhunderts: Vermessungsinstrumente, Werkzeuge, Grubenlampen, Bergmannsbekleidung, Grubenpläne, Fotos, Dokumente, Alltagsgegenstände, Mineralien, und vieles mehr.  Der Bogen spannt sich von dem in Altenberg abgebauten Spateisenstein bis zum Eisen- und Hüttenwerk Neuberg und den dort hergestellten Produkten.

 

Die Geschichte

Jahrhunderte lang wurde in Altenberg Eisenerz abgebaut. Es gab zwei Bergwerke – eines am Bohnkogel und eines am Altenberger Erzberg. Wann mit dem Erzabbau begonnen wurde, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Es gibt jedoch Vermutungen, dass bereits die Kelten und die ­Römer die Erzlagerstätten in Altenberg kannten und zu ­nutzen wussten. Die erste schriftliche Kunde stammt aus dem Jahre 1492. Damals erhielt der Abt des Stiftes Neuberg von Kaiser Friedrich III. die Erlaubnis, soviel Eisenerz abzubauen „als für den Hausbedarf notwendig“. Die Abbautätigkeiterfolgte zunächst oberirdisch in seichten Gruben (Pingen).

Bald danach dürften auch die ersten Stollen angeschlagen worden sein. Sie wurden noch ohne Sprengmittel, also nur mit Bergeisen und Schlägel in den Berg geschlagen. Nach einer längeren Pause wurde der Betrieb um das Jahr 1770 wieder aufgenommen. Bald entwickelte sich  ein reger Bergwerksbetrieb und zur Blütezeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden in den Altenberger Bergwerken bis zu 182 Menschen Be­schäfti­gung.

Die Einwohnerzahl des Ortes stieg in dieser Zeit von etwa 300 auf 857 im Jahre 1880. Die Gesamtlänge aller Stollen beträgt rund 9.000 Meter.

Im Jahre 1893 wurde das Bergwerk aufgelassen – wegen „Erschöpfung der Vorräte“, wie es hieß. Die letzten Altenberger Knappen hingegen meinten bedauernd: 
„Als wir zum schönsten Erz kamen, mussten wir aufhören!“

 

Der Montanrundweg Altenberger Erzberg

Gleich im Anschluss an das Bergwerksmuseum Montanarum befindet sich der Montanrundweg Altenberger Erzberg. 19 montanhistorisch interessante Stätten entlang des ca. 2 km langen Weges lassen die Altenberger Bergwerksgeschichte wieder lebendig werden. Neben den informativen Stationstafeln ermöglichen 3 „Fernrohre” einen Blick in die Vergangenheit.

Der Montanrundweg wurde von Bundesminister Andrä Rupprechter mit dem Prädikat "Themenweg des Jahres 2014" ausgezeichnet.

Öffnungszeiten

Nach telefonischer Voranmeldung:
+43 664 3869002 oder +43 3857 8321

 

Führungen

Führungen werden für Privatpersonen, Gruppen
und Schulklassen angeboten.

Anmeldung unter
+43 664 3869002 oder +43 664 4228131

 

Bergwerksmuseum Montanarum

Altenberger Hof, Altenberg 14

8691 Neuberg an der Mürz

+43 664 3869002 oder +43 664 4228131

gruberwin@hotmail.com

www.bergwerksmuseum-montanarum.at

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