Naturpark Mürzer Oberland

Biotopverbund und regionale Gehölzvermehrung

Unsere moderne Kulturlandschaft ist geprägt durch die menschliche Infrastruktur, welche für viele Tiere und Pflanzen oft unüberwindbare Hindernisse darstellt.

Daher haben sich die Naturparke Steiermark in den nächsten Jahren zur Aufgabe gemacht, Lebensräume (Biotope) anzulegen und vorhandene Biotope miteinander zu verbinden.

Unter dem Projekttitel „Biotopverbund“ sollen selten gewordene Landschaftselemente wie Hecken, Trockensteinmauern oder kleine Feuchtgebiete angelegt werden, beziehungsweise vorhandene Biotope optimiert werden. Abgestorbene Bäume sollen als Totholz stehen oder liegen gelassen werden und ein Bewusstsein für die Zusammenhänge in der Natur geschaffen werden.

Jedes wilde Ecke, jeder Baum und jedes Stück Holz, welches liegen bleibt, kann einen Unterschlupf oder eine Nahrungsquelle für die unterschiedlichsten Arten bieten. Dabei ist wichtig zu sagen: zu klein gibt’s nicht. Selbst das Blumenkisterl auf der Fensterbank mit Küchenkräutern kann vorbeifliegenden Insekten als Nahrungstankstelle dienen.

Diese Habitate können als Trittsteinbiotope, ähnlich wie Brücken, für Tiere und Pflanzen dienen und ihnen so ermöglichen sich auszubreiten, oder Populationen miteinander zu verbinden.

Wichtig ist uns, die natürlichen Gegebenheiten zu nutzen und mit möglichst wenig Aufwand viel zu bewirken. Der Mut zur Unordentlichkeit, mag der einen oder anderen Person vielleicht ein Dorn im Auge sein, jedoch erfreuen sich alle an blühenden Straßenstreifen oder singenden Vögel im Garten.

 

14.11.2025 – Umsetzungphase „regionale Gehölzvermehrung“ im Naturpark Mürzer Oberland
 
Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
 
Dieser Spruch, der von Martin Luther stammen soll, war das Motto der Gruppe rund um die Biodiversitätsexpertin des Naturparks Mürzer Oberland, Melanie Gröbl, welche am Gelände des historischen Neuberger Bahnhofes mit der umfassenden Bepflanzung des Areals im Rahmen des steiermarkweiten Projektes „regionale Gehölzvermehrung“ begann. Diese Initiative im Rahmen des steiermarkweiten Projektes „NaturVerbunden Steiermark“ ermöglichte nun zum Start der Aktivitäten die Anlage einer Heckenreihe unweit des Mürzufers.
 
Hecken sind extrem wichtige Biotope für eine Vielzahl von Tieren und ermöglichen so den Erhalt der Artenvielfalt in der Region. In den nächsten Monaten und Jahren soll im gesamten Naturpark Mürzer Oberland durch die Anlage solcher sogenannten Trittsteinbiotope dem massiven Rückgang an Insekten und anderen Kleinlebewesen entgegengewirkt werden.
 
Ermöglicht werden diese Aktivitäten durch eine Förderung der Naturschutzabteilung des Landes Steiermark, sie unterstützen allgemein die Umsetzung der Renaturierungsverordnung der Europäischen Union. Weitere Aktionen sind im gesamten Naturpark und, bei Interesse benachbarter Gemeinden, auch darüber hinaus, geplant. Der im Vorjahr mit dem Biodiversitätspreis des Landes Steiermark, der Silberdistel, ausgezeichnete „Weg zur Vielfalt“ in Altenberg an der Rax oder der Heckenpfad und die Blumenwiese im Gelände der Naturparkschule in Neuberg an der Mürz sind ebenfalls Teil dieses landesweiten Naturschutzprojektes. Außerdem wurden mit dieser Initiative und der Aktion „regionales Wiesensaatgut“ weitere Förderprojekte durch die steirische Naturschutzabteilung im Naturpark Mürzer Oberland bereits gestartet.
 

Bei uns im Naturpark Mürzer Oberland gibt es einige weitere Projekte, die in diesem Zusammenhang umgesetzt wurden und werden:

 

 

Weitere Informationen zu allen Projekten in der Steiermark finden sie hier.

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